2026 Unsere Wildvögel
Viele Vogelarten in Deutschland sind gefährdet. Nahezu jede zweite Brutvogelart ist laut Roter Liste 2021 bedroht. Bodenbrüter wie Rebhuhn, Feldlerche und Kiebitz sind besonders betroffen. Aber auch Goldammer und alle jene Vogelarten die Bodennah brüten sind gefährdet. Doch vollkommen unabhäng vom Grad der Gefährdung einzelner Arten lohnt es sich die Lebenräume für alle Wildvogelarten aktiv zu erhalten.
Fotografie: Rainer Müller
Der Rotmilan ist gefährdet
Der Eisvogel braucht saubere Gewässer
Die Uhu-Bestände nehmen ab
Der Bestand der Weidenmeise nimmt ab
2026 Wunderwelt der Wildvögel - ganz nah in unserer Umgebung
Können wir die bestehende Vioelfalt erhalten und schützen?
Heckenanpflanzungen, Baumbestände, wild angelegte Gärten, späte erste Mahd (2. Hälfte Juni) von Wiesen, Greifvogelsymbole auf großen Fensterflächen und Wildvogelfütterungen im Winter und im Frühjahr können ein wichtiger Beitrag sein.
Wald schafft Zukunft Dossenbach e.V. legt seit Jahren Habitate, sogenannte Naturparkinseln für Insekten und Vögel an. Solche Rückzugsorte aus Blühwiesen und Insektenfreundlichen Bäumen und Sträuchern bestehen bereits in und um Schwörstadt herum. Kindergartengruppen und Schulklassen profitieren hiervon, denn sie lernen auf unseren Flächen Insekten, Vögel und Pflanzen kennen.
Neben uns gestaltet sich unter Leitung des Landeserhaltungsverband Lörrach (LEV) ein Biotopnetzverbund. Dieser erstreckt sich über Baden-Württemberg und verbindet schützenswerte trockene und feuchte Gebiete miteinander, so dass sämtliche darin lebende Arten hier gedeihen und sich fortpflanzen können.
Fotografie: Rainer Müller
Bussard
Wanderfalke
Schleiereule
Eichelhäher
Karmingimpel
Schwanzmeise
Zilpzalp
Gimpel (Dompfaff)
Kormoran
Graugans
Graureiher
Kolbenente
Stockenente
Teichralle
Haubentaucher
Silberreiher
2026 Nur 10 Vogelarten bilden den Hauptanteil der Vogelwelt
Es gibt zwar auch einige Arten, wie zum Beispiel Großvögel welche zugenommen haben, doch das Gesamtbild ist alarmierend. Die 10 häufigsten Vogelarten machen 60% des Gesamtbestandes aus. Die Artenvielfalt nimmt drastisch ab. Doch wer sich die Zeit nimmt diese häufigsten Flug- und Gesangskünstler zu beobachten und ihnen zuzuhören wird bald die Faszination dieser oft wunderschön gezeichneten und gefärbten Lebewesen um uns herum schätzen und genießen lernen. Sie gestalten unsere Welt bunter, friedvoller und einfach schön. Oft ranken sich Geschichten und erstaunliche Phänomene um einzelne Vogelarten.
Fotografie: Rainer Müller
Ihr Lieblingsfressen sind Insekten, Raupen, Würmer, Fliegen.
Rotkehlchen sind nur wenig scheu. Manchmal bleiben sie nah bei einem Menschen im Garten. Sie halten Menschen für Weidevieh, welches auf der Weide frisst und dabei Insekten aufscheucht.
In einer Geschichte heißt es, dass eines Tages eine Amsel vor Kälte in einen Schornstein kroch und dabei rußig wurde. Seitdem sind alle Amseln schwarz. Ihr Gesang am Abend erzeugt eine Stimmung des Abschieds und des Friedens.
Der Sage nach nahm der unscheinbare Zaunkönig an einem Wettbewerb teil. Es ging darum welcher Vogel denn am höchsten fliegen kann. Er versteckte sich auf dem Rücken eines Adlers und ließ sich von diesem so hochtragen bis dieser nicht mehr höher konnte. Dann sprang er ab und flog noch ein paar Meter höher. So wurde er zum König.
Der Kosename des Haussperlings ist Spatz. Oft kann man ihn beobachten, wenn er im Sommer ein Staub-Bad gegen Parasiten nimmt. Daher rührt die Bezeichnung Dreckspatz, welcher oft für Kinder verwendet wird, wenn sie schmutzig daheim ankommen.
Blaumeisen können als einzige Meisenart über längere Zeit kopfüber an Zweigen hängen. Sie sind mutig und vertreiben oft deutlich größere Vögel. Es sind echte Überlebenskünstler. Frostige Nächte überstehen sie durch Aufplustern ihrer Daunenfedern.
Der lateinische Name des Buchfinks lautet Coelebs und
bedeutet ehelos. Männliche Buchfinken haben eine weinrote Brust und überwintern bei uns. Die blassroten Weibchen zieht es hingegen in den Süden. Beim Füttern im Winter fand man nur männliche Exemplare und dachte sie wären alle ehelos.
Schwäne verkörpern göttliche Schönheit. Ihre graziösen Bewegungen dienten oft als Inspiration für Choreografien und Tänze. Ihr melancholischer „Schwanengesang" hingegen kündet den Tod an.
Die Wachholderdrossel galt früher als Delikatesse, ist heute aber geschützt. Sie wehrt sich gegen Feinde durch gezieltes Bespritzen mit Kot. So verklebt sie das Gefieder der Angreifer im Flug bis diese aufgeben.