Amphibien und Reptilien
Unsere Amphibien
Frösche, Kröten, Unken, Salamander und Molche zählen zu den Amphibien. Zur Eiablage (dem Laichen) suchen die meisten Amphibienarten Gewässer auf. Zunächst schlüpfen Larven aus dem Laich welche mit wenigen Ausnahmen als Kiemenatmer die Anfangsphase im Wasser verbringen. Später reifen sie zu wechselwarmen Wirbeltieren, welche sowohl im Wasser als auch auf dem Land leben können. Dünn und feucht ist die Haut der fertig entwickelten Amphibien. Um vor dem Austrocknen geschützt zu sein enthält ihre Haut Schleimdrüsen, die ein Sekret absondern. Über die Haut können sie auch Sauerstoff aufnehmen obwohl Amphibien Lungenatmer sind.
Die 21 in Deutschland vorkommenden Amphibienarten sind zu 50 % gefährdet. Der massive Verlust von Lebensräumen (93 %), Umweltverschmutzung, Pestizide, der Klimawandel und der Straßenverkehr gelten als primäre Ursachen für die starke Gefährdung.
Amphibien BfN
Amphibien Nabu
Unsere Reptilien
In Deutschland verzeichnen wir 15 heimische Reptilienarten. Ihre bevorzugten Aufenthaltsorte sind warme, abwechslungsreiche Lebensräume wie Waldränder und trockene Wiesen. Die Fortpflanzung von Reptilien geschieht überwiegend durch innere Befruchtung und Eiablage an Land. Die meist weichschaligen Eier werden durch die Umgebungswärme bebrütet.
Eidechsen wie die Zaun- und Mauereidechsen lieben Trockenhänge, Steinmauern und sandige Flächen. Smaragdeidechsen mögen zusätzlich auch eine Buschreiche Umgebung. Waldeidechsen hingegen passen sich auch kühlerem Klima an. Auch die Blindschleiche zählt zu den Eidechsen und ist häufige Gartenbewohnerin.
Schlangen, wie die Ringelnatter, Äskulapnatter und Würfelnatter sind gute Schwimmer und ernähren sich zum Teil von Fischen und anderen Wasserbewohnern. Die einzige Giftschlange in Deutschland, nämlich die Kreuzotter bevorzugt kühlere, feuchte Lebensräume wie Moore, Heidegebiete und lichte Wälder. Die Schlingnatter und die Aspisviper hingegen fühlen sich in warmen, trockenen Geröllhalden und Steinbrüchen wohl und mögen den Wechsel von offenen Sonnenplätzen und Verstecken.
Die seltene Europäische Sumpfschildkröte ist die einzige heimische Schildkrötenart.
Rund 70% der einheimischen Reptilien gelten als bestandsgefährdet. Zu den primären Ursachen zählen der massive Verlust von Lebensräumen (trockene Wiesen, Moore), intensive Landwirtschaft, Pestizideinsatz und der Klimawandel. Besonders gefährdet sind Zauneidechse, Würfelnatter und die Europäische Sumpfschildkröte.
Reptilien Nabu
Reptilien BfN
Fotografie: Rainer Müller
Grasfrosch
Kreuzotter
Blindschleiche
Mauereidechse